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Vom Schreiner zum Ringmacher: Warum ich Ringe aus Holz baue
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Über Bentwood · 20. Oktober 2026 · 3 Min. Lesezeit

Vom Schreiner zum Ringmacher: Warum ich Ringe aus Holz baue

Jan BergerVon Jan Berger

Warum baut ein Schreiner Eheringe aus Holz? Jan Berger erzählt, wie Bentwood 2014 entstanden ist und was die Ringe besonders macht.

Kurz gesagt: Ich bin gelernter Schreiner und baue seit 2014 Ringe aus Holz, kombiniert mit Edelmetallen und Edelsteinen. Die Technik dahinter habe ich zusammen mit meinem Grossvater entwickelt, einem Modellschreiner. Über 2000 Eheringe haben unsere Werkstatt seither verlassen, und keiner gleicht dem anderen.

Wenn du nach Eheringen suchst, findest du unzählige Anbieter. Die meisten Ringe sehen sich ähnlich: Gold, Weissgold, Platin, poliert oder mattiert. Das ist nicht falsch. Aber vielleicht geht es dir wie vielen Paaren, die zu mir kommen: Ihr sucht etwas, das mehr über euch erzählt als ein Material aus dem Katalog.

In diesem ersten Beitrag erzähle ich dir, woher Bentwood kommt. Damit du weisst, wer hinter den Ringen steht, bevor du dich für einen entscheidest.

Am Anfang stand die Werkbank meines Grossvaters

Die Freude am Holz habe ich von meinem Grossvater. Modellschreiner ist ein Beruf, in dem es auf Zehntelmillimeter ankommt. Von ihm habe ich gelernt, dass gutes Handwerk leise ist: Man sieht es einem Stück nicht an, wie viel Arbeit darin steckt. Man spürt es nur, wenn man es in die Hand nimmt.

Jan Berger sägt einen Holzbalken zu (Video abspielen)

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Für mich war darum früh klar, dass ich Schreiner werde. Die Lehre hat mir das Fundament gegeben, die Berufsmatura das technische Verständnis. Was mir beides nicht beantwortet hat, war eine Frage, die mich nicht mehr losliess: Wie klein und wie fein kann man mit Holz eigentlich arbeiten?

Warum ausgerechnet ein Ring?

Ein Ehering ist das Schmuckstück, das du am längsten trägst. Jeden Tag, über Jahrzehnte. Er soll zu dir passen und nicht zu einem Trend.

Zwei Bentwood-Ringe mit sichtbarer Holzmaserung

Holz bringt dafür etwas mit, das kein Metall kann. Kein Baum wächst zweimal gleich, also gibt es auch keine Maserung zweimal. Jeder Ring ist von Natur aus ein Unikat, ohne dass man etwas dafür tun muss. Und Holz fühlt sich warm an, vom ersten Moment an.

Gleichzeitig ist ein Ring so ziemlich das Anspruchsvollste, was man aus Holz bauen kann. Er ist dünn, er ist rund und er wird täglich beansprucht. Ein Ring, der einfach aus einem Stück Holz gedreht wird, hält das nicht aus.

Die Lösung haben wir zu zweit gefunden

Also habe ich mit meinem Grossvater getüftelt. Aus unzähligen Versuchen ist ein eigenes Verfahren entstanden, bei dem das Holz in Form gebracht wird, statt aus dem Vollen geschnitten zu werden. Wie das im Detail funktioniert, bleibt in unserer Werkstatt. Das Verfahren ist zum Patent angemeldet.

Was du davon siehst, ist das Ergebnis: ein Ring, bei dem Holz und Edelmetall zusammengehören und sich gegenseitig ergänzen. Das Metall gibt Halt und Wert, das Holz gibt Charakter.

Was «Swiss Label» für dich bedeutet

Seit 2014 gibt es Bentwood. Unsere Ringe tragen das Swiss Label mit der Armbrust, und über 99 Prozent der Wertschöpfung entstehen in der Schweiz. Das ist für mich kein Marketingargument, sondern eine Haltung: Ich möchte wissen, wer an einem Ring gearbeitet hat, und ich möchte dir in die Augen schauen können, wenn ich ihn dir übergebe.

Was ich in über zehn Jahren gelernt habe

Die meisten Paare wissen am Anfang nicht genau, was sie wollen. Das ist völlig in Ordnung. Wichtig ist nur, dass ihr euch Zeit nehmt, Ringe an die Hand nehmt und ehrlich zueinander seid, was euch gefällt. Eure Ringe müssen auch nicht identisch sein. Sie müssen zu euch passen.

Jan Berger, Gründer von Bentwood

Genau dafür gibt es die persönliche Beratung bei uns, in Lohn (SH) oder in Oftringen (AG). Ohne Verkaufsdruck, dafür mit viel Holz zum Anfassen.

In den nächsten Beiträgen beantworte ich dir hier alle zwei Wochen eine Frage rund um Ringe und Hochzeit. Als Nächstes die, die mir am häufigsten gestellt wird: Wie alltagstauglich ist ein Ehering aus Holz wirklich?

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Häufige Fragen

Seit wann gibt es Bentwood?

Seit 2014. Gegründet wurde die Marke von Jan Berger, gelerntem Schreiner.

Wo kann ich Bentwood-Ringe anschauen und anprobieren?

In der persönlichen Beratung in 8235 Lohn (SH) oder in 4665 Oftringen (AG), jeweils nach Terminvereinbarung.

Wo werden die Ringe hergestellt?

In der Schweiz. Bentwood trägt das Swiss Label, über 99 Prozent der Wertschöpfung entstehen hier.


Über den Autor

Jan Berger ist gelernter Schreiner und Gründer von Bentwood. Seit 2014 fertigt er Ehe- und Verlobungsringe aus Holz, Edelmetallen und Edelsteinen. Beratungen finden in Lohn (SH) und Oftringen (AG) statt.

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