Kurz gesagt
Ein Ehering ist klein und trägt trotzdem viel: ein Versprechen, das du jeden Tag siehst und spürst. Aus Holz wird daraus ein Stück, bei dem kein Ring dem anderen gleicht. Hier erzähle ich, was die Symbolik des Rings ausmacht und warum ich meine Ringe aus Holz fertige.
Kaum ein Schmuckstück trägst du so oft und so lange wie deinen Ehering. Er ist da, wenn du dich morgens anziehst, und noch da, wenn du abends die Hände wäschst. Darum lohnt es sich, nicht nur zu fragen, wie er aussieht, sondern auch, was er für euch bedeutet.
Hier geht es um die Bedeutung des Rings und um meinen Weg zum Holz. Wie sich ein Holzring im Alltag bewährt, wie sich der Preis zusammensetzt und welche Hölzer und Metalle es gibt, habe ich in eigenen Beiträgen beschrieben.
Ein Kreis ohne Anfang und Ende
Ein Ring ist eine einfache Form für ein grosses Versprechen. Er hat keinen Anfang und kein Ende, und so wird er seit Langem gelesen: als Bild für eine Verbundenheit, die nicht aufhört.
Du musst dem nicht zustimmen. Manche tragen ihren Ring, weil er schön ist und sich gut anfühlt, andere, weil eine Geschichte dahintersteckt. Wichtig ist nur, dass er für euch etwas bedeutet.
Ein Versprechen, das du spüren kannst
Ein Ehering unterscheidet sich von anderem Schmuck dadurch, dass er jeden Tag mitgeht. Du siehst ihn beim Arbeiten, beim Kochen, beim Händeschütteln. Er erinnert dich leise an das, was ihr euch versprochen habt.
Darum ist mir wichtig, dass er sich gut trägt. Ein Ring, der nur auf dem Foto überzeugt, verliert im Alltag schnell an Bedeutung. Er soll sich nach dir anfühlen.

Was dein Ring über euch erzählen kann
Welche Geschichte im Ring steckt, bestimmt ihr. Das kann eine Holzart sein, die euch gefällt, oder Holz, das euch etwas bedeutet, etwa ein Baum aus dem eigenen Garten. Auf Wunsch arbeite ich dieses Holz in euren Ring ein, sofern es ein Laubholz ist.
Auch eine Gravur kann erzählen: ein Fingerabdruck, eine Bergkette, ein Wort, das nur ihr versteht. Ich graviere per Laser im Metall. Welche Motive möglich sind, besprechen wir im Gespräch.
Und auch die Kombination kann etwas sagen: Das Holz mit seiner Maserung für das, was wächst, das Edelmetall für das, was bleibt. Wenn dich dieses Bild anspricht, bauen wir es in den Entwurf ein.
Warum ich Ringe aus Holz mache
Holz ist ein lebendiges Material. Jede Maserung ist anders, darum ist jeder Ring ein Unikat, auch wenn zwei Paare dieselbe Holzart wählen.
Gleichzeitig ist ein Ring so ziemlich das Anspruchsvollste, was man aus Holz bauen kann. Ein Ring, der einfach aus einem Stück Holz gedreht wird, hält den Alltag über Jahrzehnte nicht aus. Darum habe ich zusammen mit meinem Grossvater, einem Modellschreiner, ein eigenes Herstellungsverfahren entwickelt. Seit 2014 fertige ich Ringe aus Holz und verbessere sie Jahr für Jahr.
Das Holz wird nicht nachträglich versiegelt, sondern erhält seine Widerstandskraft von Grund auf durch dieses Verfahren. Der Schutz steckt im Material selbst. Das Verfahren ist zum Patent angemeldet, erteilt ist es noch nicht, der Status heisst «Patent Pending».

Woher mein Holz und mein Gold kommen
Mein Holz kommt aus zwei Quellen. Die erste sind Restbestände: von Antikschreinern, von Instrumentenbauern und aus Schreinereiauflösungen. Die zweite ist ein Furnierhändler in Nürensdorf.
Das Gold ist rezykliert und kommt aus der Schweiz. Du kannst auch eigenes Gold mitbringen, etwa ein Erbstück, das nicht mehr getragen wird. Mehr dazu steht im Beitrag über Nachhaltigkeit.
Mein Rat
Am Anfang steht ein Gespräch. Es ist kostenlos, als Videoanruf von rund 30 Minuten oder persönlich in Lohn SH oder Oftringen AG, dann dauert es etwa zwei Stunden. Den Termin buchst du online auf bentwood.ch. Im Ringkonfigurator zeige ich dir, wie dein Unikat am Ende aussehen wird. Danach bekommst du Zeit zum Überlegen, denn ein Ring für ein ganzes Leben darf in Ruhe entstehen.
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Häufige Fragen
Muss ein Ehering etwas Bestimmtes bedeuten?
Nein. Die Symbolik ist ein Angebot und kein Muss. Dein Ring darf einfach schön sein, oder eine Geschichte tragen, die nur ihr kennt.
Kann ich eigenes Holz für meinen Ring mitbringen?
Ja, Holz von einem Baum mit persönlicher Bedeutung kann ich verarbeiten, sofern es ein Laubholz ist. Ob und wie sich dein Holz eignet, klären wir im Gespräch.
Seit wann fertigst du Ringe aus Holz?
Seit 2014. Das Herstellungsverfahren ist zum Patent angemeldet, erteilt ist das Patent noch nicht.
Über den Autor
Jan Berger ist gelernter Schreiner und Gründer von Bentwood. Seit 2014 fertigt er Ehe- und Verlobungsringe aus Holz, Edelmetallen und Edelsteinen. Beratungen finden in Lohn (SH) und Oftringen (AG) statt.




